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Veröffentlichung:
Heute nehme ich Ferhun Kurt
Bezug auf meine Veröffentlichung vom Oktober2009 auf meiner Internetseite.
WWW.DENWAN.DE.
Ich habe unter der
Überschrift: einige Mitglieder der Förderation ezidischer Kurden möchten
zwangsweise ezidische Kinder mit Muslimen verheiraten" einige Aussagen über
die Person Fakir Hasan Asal kure Fakir Teme gemacht, die nicht zutreffen.
Hiermit entschuldige ich Ferhun Kurt mich bei Fakir HAsan Asal und nehme
folgende Aussagen zurück.
1. Es ist unwahr, dass Fakir
HAsan Asal in Kurdischen Parteien tätig ist und gegen die Yezidische
Religion arbeitet.
2. Fakir HAsan Asal war zu
keiner Zeit in Saarbrücken und hat meinen Onkel bedroht oder beschimpft und
seine Tochter zwangsweise an Muslimen verheiraten lassen.
3. Fakir HAsan Asal hat zu
keiner Zeit Spendengelder angenommen bzw. zu eigenen Zwecken verwendet.
Die im Oktober gemachten
Aussagen möchte ich hiermit klarstellen und versichere, dass ich zu keiner
Zeit jegliche Aussagen und Falsche Behauptungen über unseren Fakir HAsan
Asal Sohn von Fakir Teme mehr machen werde.
mit freundlichen Grüßen
Ferhun Kurt

Pîr Êzdîn çu ser
dilovaniya xwe.
„Ev dinya xana û besher
li ser bazirgana.”
Hineka mala xwe barkirin û hina ji
njuva dana.“
Pîr Êzîn ne bi tene ji ber ku pîrekî
Êzîdiya bû î bi rumet û qedir giran bu.
Di warê hunerî jî da gelek Hunermendê
kurdan ku Îro bi nav û dengin ji wî minatkarin û li ber siha wî mezin bun.
Yek ji wan birê wî Dilgesha.
Wî bi awazên xwe û bi tembura xwe ya
deng xwesh dilê gel û bi teybetî dilê mirîden xwe bi
dinya gewrik herdem xwesh dikir.
Rahma Xwedê li wî bê û serê ahlê wî
teva sax bê!
Çihê wî bihesht
bê!
Numunak ji
Rewaha
Tembura Pir Ezdin.mp3
GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER
PRESSEMITTEILUNG
Göttingen/Istanbul, den 4. Juni 2010 Menschenrechtsanwalt tot aufgefunden –
kurdische Parlamentarier zusammengeschlagen: GfbV fordert internationale
Untersuchung zur Aufklärung von Gewaltverbrechen in der Türkei Die
Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) beobachtet mit großer Sorge die
dramatische Gewalteskalation gegen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens
und der Kirche in der Türkei.
Nach
aktuellen Informationen, die die GfbV soeben erreichten, wurde der türkische
Jurist Hakan Karadag am heutigen Freitag tot in seiner Wohnung in Istanbul
aufgefunden.
Karadag,
war einer der Anwälte des am 19. Januar 2007 von türkischen Rassisten
getöteten armenischen Journalisten Hrant Dink. Er hatte sich für die
Aufklärung dieses Verbrechens engagiert und wurde von dem Dink's Mörder
zweimal während der Gerichtsverhandlungen mit dem Tod bedroht.
„Unsere
Menschenrechtsorganisation fordert, dass die Umstände des plötzlichen Todes
von Karadag sowie der Mord an dem Vorsitzenden der türkischen
Bischofskonferenz, Luigi Padovese, am vergangenen Donnerstag in Iskenderum
von einer internationalen unabhängigen Kommission untersucht werden“,
erklärte der GfbV-Bundesvorsitzende Tilman Zülch am Freitag in Göttingen.
Auch das angebliche Geständnis, das der mutmaßliche Mörder des Bischofs
türkischen Medien zufolge abgegeben haben soll, mache internationale
Ermittlungen nicht überflüssig.
Ein
ebenfalls Besorgnis erregender Vorfall ereignete sich am Donnerstag zudem in
der Stadt Silopi an der Grenze zu Irakisch-Kurdistan. Dort haben türkische
Sicherheitskräfte nach Informationen der GfbV die beiden ranghohen
kurdischen Politiker Sevahir Bayindir und Hasip Kaplan brutal
zusammengeschlagen und schwer verletzt. Frau Bayindir und Herr Kaplan sind
Mitglieder der neu gegründeten prokurdischen Partei BDP und Abgeordnete des
türkischen Parlaments. Sie hatten an einer friedlichen Demonstration gegen
Aktionen der türkischen Armee teilgenommen.
„Obwohl
die GfbV es begrüßt, dass sich der türkische Ministerpräsident Recep Tayip
Erdogan für die Versorgung der Zivilbevölkerung des Gaza-Streifens einsetzt,
sollte er sich dringend auch der dramatischen Menschenrechtssituation im
eigenen Land zuwenden“, sagte Zülch. „Wir nehmen mit Besorgnis die sich
häufenden Menschenrechtsverletzungen an Angehörigen ethnischer und
religiöser Minderheiten und ihrer Unterstützer zur Kenntnis. Die Morde und
Misshandlungen der letzten Tage müssen dringend aufgeklärt werden.“
Für
Nachfragen ist der GfbV-Bundesvorsitzende Tilman Zülch erreichbar unter Tel.
0151 153 09 88 oder 0551 46274.
>>>>>>>>>>>>> Für Menschenrechte. Weltweit. <<<<<<<<<<<<<<< Gesellschaft
für bedrohte Völker / Society for Threatened Peoples P.O. Box 20 24 -
D-37010 Göttingen/Germany Nahostreferat/ Middle East Desk Dr. Kamal Sido -
Tel: +49 (0) 551 49906-18 - Fax: +49 (0) 551 58028
E-Mail:
nahost@gfbv.de -
www.gfbv.de
GFBV_Ezidak1

Liebe
Freunde,
die
Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) sowie die Ezidische Akademie
veranstalten zusammen am Sonntag, den 30.05.2010 um 13:00 Uhr in Hannover,
in der Bürgerschule, Schaufelder Straße 30, eine Informationsveranstaltung
über die aktuelle Situation der religiösen Minderheiten in der Türkei.
Diese
Lehr- und Informationsveranstaltung wendet sich an alle, die Näheres über
die aktuelle Situation der religiösen Minderheiten in der Türkei erfahren
wollen und ist offen für Jedermann.
Zeit:
30.05.2010 um 13:00 Uhr
Ort:
Bürgerschule, Schaufelder Straße 30, Hannover
Referent: Kamal Sido
http://www.ezidak.de/
Liebe
Grüße
Kamal
Sido
>>>>>>>>>>>>> Für Menschenrechte. Weltweit. <<<<<<<<<<<<<<< Gesellschaft
für bedrohte Völker / Society for Threatened Peoples P.O. Box 20 24 -
D-37010 Göttingen/Germany Nahostreferat/ Middle East Desk Dr. Kamal Sido -
Tel: +49 (0) 551 49906-18 - Fax: +49 (0) 551 58028
E-Mail:
nahost@gfbv.de -
www.gfbv.de
GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE
VÖLKER
PRESSEMITTEILUNG
Göttingen, den 23.12.2009
WEIHNACHTEN 2009 - Appell an
die deutschen Innenminister:
Nicht länger mit den
Schicksalen christlicher Flüchtlinge aus Syrien spielen!
Um den gesamten Text anzeigen
hier klicken >>> (PDF)
GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER
PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den
09.11.2009
Leider sind auch Muslime zum Völkermord
fähig, Herr Erdogan!
Die Behauptung des türkischen
Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan, Muslime könnten keinen Völkermord
begehen, hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Montag als
„absurd“ bezeichnet. Erdogan hatte es so gerechtfertigt, dass der
mutmaßliche Massenmörder und sudanesische Präsident Omar al-Bashir in der
Türkei willkommen sei. „Der türkische Ministerpräsident braucht sich nur die
Geschichte seines eigenen Landes anzuschauen, um festzustellen, dass
muslimische türkische Politiker 1915-1918 Genozid an bis zu 1,5 Millionen
Armeniern und mehreren hunderttausend aramäischsprachigen Christen sowie
Massenmord an hunderttausenden ostanatolischen Kurden sowie ionischen,
thrakischen und pontischen Griechen verübten“, sagte der
GfbV-Bundesvorsitzende Tilman Zülch in Göttingen.
Gesamten Text weiter als PDF- Datei lesen >>>>>>
Mîrê
êzidiyan daxwaza penaberiyê ji Elmaniyayê kir
Mecîd
Heso & Lalis.de

Çavkaniyek bawerpêkirî da zanîn ku ji ber newekheviya siyasî û komelayetiya
li herêma Kurdistanê divabera zorîne û hindikayîyên xelkê Kurdistanê de heyî,
Mîrê êzidiyan Mîr Tehsîn Seid Beg daxwaza mafê penaberiyê ji hikûmeta Elman
kiriye, heman çavkanî piştrast kir ku li roja pêncşem rêkeftî 22.10.2009,
mîr Tehsîn bi alîkariya wergerekî kurd ku bi eslê xwe ji êzidiyên bakûrê
kurdistanê ye li navenda rojavayê herêma Dortmonda Elmanî bi fermî serlêdana
bidestve anîna mafê penaberiya siyasî pêşkêşî rayedarên Elman kiriye, ev
nûçeye ji hêla penaberên Kurd yên heman kempê ve hat piştrast kirin
Keremken vê
agahdariye berdewam bixwînin >>>PDF
Familie Cindo aus NRW wird
nach ihrer Ankunft in Syrien verhaftet.
Innerhalb von sieben Wochen endet so zum dritten Mal eine Abschiebung nach
Syrien im Gefängnis.
VON CHRISTIAN JAKOB
BREMEN taz | Donnerstag, 8. Oktober, 5 Uhr
morgens. Polizisten kommen in das Asylbewerberheim Rote Mühle in Lübbecke
bei
Bielefeld. Seit 2001 lebt hier die jesidische Familie Cindo. Die abgelehnten
Asylbewerber, Angehörige einer kurdischen Volksgruppe,
werden nach Damaskus abgeschoben - und sitzen seitdem in Syrien im
Gefängnis.
Laut Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) wurden die 55-jährige Witwe
Sexa Cindo, ihre 22-jährige Tochter Fatima und drei Söhne im
Alter von 19 bis 21 am Flughafen verhaftet. Sie sollen in Deutschland an
antisyrischen Demonstrationen teilgenommen haben. Das erfüllt laut GfbV den
Tatbestand der "Beschädigung des Ansehens Syriens im Ausland".
Ganzen Artikelseite
als PDF >>>
Konstanz
Syrische Kurden fürchten
Abschiebung
Syrische Kurden sammeln
Unterschriften gegen das Rücknahmeabkommen. Sie fürchten die
Abschiebung.
Foto: Rindt
Konstanz (rin) 36 syrische Kurden
in Konstanz bangen um ihre Zukunft, darunter 18 Kinder. Seit
Deutschland ein Rücknahmeabkommen mit Syrien abgeschlossen hat,
fürchten sie die Abschiebung in ein Land, das Araber bevorzug und
Kurden entrechtet.
Ein Betroffener aus Konstanz
berichtet aus dem Alltag in seinem Land: „Wenn zwei sich streiten
auf der Straße, ein Araber und ein Kurde, dann wird, ohne zu fragen,
dem Kurden die Schuld für die Auseinandersetzung zugeschrieben.“
Syrische Kurden in Konstanz sammeln nun Unterschriften gegen eine
Abschiebung. Rund 900 Unterschriften haben sie nach eigenen Angaben
schon bekommen.
Für die 7000 in Deutschland
geduldeten Kurden setzen sich auch Pro Asyl, die Gesellschaft für
bedrohte Völker und die Menschenrechtsorganisation Amnesty
International ein. Sie warnen vor einer Umsetzung des
Rücknahmeabkommens. Der Runde Tisch für Flüchtlinge informiert am
Freitag, 2. Oktober, um 17.30 Uhr im Treffpunkt Petershausen über
die dramatische Lage der syrischen Kurden. Als Fachreferent ist
Kamal Sido geladen, Nahostexperte der Gesellschaft für bedrohte
Völker.
Er bestätigt das unerbittliche Vorgehen Syriens gegen Kurden: Bei
einer Volkszählung im Jahr 1962 habe es 120 000 Kurden sogar zu
Staatenlosen erklärt. Ihnen sei die syrische Staatsangehörigkeit
entzogen worden. Sie würden bis heute als „Ausländer“ behandelt und
erhielten Sonderausweise. Andere Kurden bekämen gar keine Papiere.
Rund 180 000 Menschen wurden zu „Nichtregistrierten“ erklärt, weil
sie angeblich illegal in eine Provinz des Landes eingereist sein
sollen. Nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker bekommen
ihre Kinder keine Geburtsurkunden, vielen werde der Schulbesuch und
der Zugang zur medizinischen Einrichtungen versperrt. Viele Kurden
seien auch enteignet worden. „Kurden dürfen keine Grundstücke haben
oder Häuser bauen. Kurden dürfen auch nicht studieren“, sagt der
Betroffene aus Konstanz. Auch zu Wahlen würden Kurden nicht
zugelassen. Er berichtet, er habe sich für eine kurdische Partei
engagiert und sei deshalb verfolgt worden. Die Stellen, die in
Deutschland über seinen Asylantrag entschieden, glaubten ihm nicht.
Jetzt lebt der Mann jeden Tag mit der
Angst, abgeschoben zu werden und in einem syrischen Gefängnis zu
landen. Er schildert was er und seine Landsleute in Konstanz derzeit
erleben: Sie dürfen nicht mehr arbeiten. Die Genehmigungen dazu
wurden ihnen entzogen. Ihre Duldungen werden nur noch um jeweils
einen weiteren Monat verlängert. Zum Überleben bekommen sie vom
Staat nur Sachmittel. Bei der Rückkehr nach Syrien droht dem
„staatenlosen“ syrischen Kurden das Gefängnis. Denn auch die
Ausreise war ihm gesetzlich verboten.
Walsroder Zeitung
- 2009/08/24 - 22:12:55
Familie Atarov: Letzter Strohhalm zerbrochen?
Trotz
Aussicht auf Ausbildungsplatz und Wohnung darf der älteste Sohn nicht wieder
nach Deutschland einreisen
Sie leben in einem Zimmer bei einer anderen Familie, der Vater ist immer
noch auf der Flucht seit er sich der Abschiebung in Deutschland entzogen
hat, die Kinder dürfen nicht zur Schule gehen, eine Aussicht auf Arbeit gibt
es für Yeziden in Armenien schon gar nicht. Was nützt da schon die gute
Schulausbildung, die die Kinder in Bomlitz genossen haben? Und während die
Unterstützergruppe wenigstens dafür kämpft, dass der älteste Sohn zurück
nach Deutschland kommen darf, bangt Familie Atarov um ihr Leben – beim
jüngsten Telefonat mit Sandra Schwolow in Bomlitz berichtete Oro Atarov von
einer yezidischen Familie, die in der Nachbarschaft umgebracht wurde. Vater,
Mutter, Kinder.
[Bomlitz.]
Es ist fast auf den Tag genau zwei Jahre her, als der Landkreis in einer,
wie es die Beteiligten und die Freunde der Familie Atarov empfunden haben,
Nacht- und Nebelaktion die Familie ausgewiesen und von Bomlitz zurück nach
Armenien geschickt hat. Noch nicht einmal die Kinder wurden verschont, sie
hatten nicht verraten, dass die Eltern damals bei den deutschen Behörden aus
Angst einen falschen Namen angegeben hatten. Doch Kinder verraten ihre
Eltern nicht. Und so mussten auch die vier Kinder Bomlitz und Deutschland
verlassen. Sie mussten zurück in ein Land, dessen Amtssprache Armenisch sie
nie gelernt hatten und in dem sie als Minderheit gerade mal gut genug zum
Schafe hüten sind.
„Immerhin konnten wir Oro vom Militärdienst freikaufen, wie gut, dass das
Land so korrupt ist“, sagt Manfred Straub von der Bomlitzer
Unterstützergruppe mit einem bitteren Unterton in der Stimme. 13.000 Euro
hat die Gruppe dafür aufgebracht, „sonst wäre Oro als Yezide dort der
Prügelknabe gewesen“. Obwohl dramatische Zustände für Familien wie die
Atarovs in Armenien herrschen, gibt es für armenische Bürger kaum eine
Chance auf Asyl in Deutschland, da die Behörden von wirtschaftlichen Gründen
ausgehen. „Offiziell gibt es keine politische Verfolgung in Armenien.“ Zudem
drängt das Land in Richtung EU.
Heirat
oder Arbeit, das sind die einzigen beiden Möglichkeiten, die der Landkreis
Soltau-Fallingbostel zumindest Oro, dem ältesten Atarov-Sohn, für eine
Rückkehr aufgezeigt hat. Doch jetzt, wo es soweit sein könnte, kam die
Hiobsbotschaft vom zuständigen Sachbearbeiter, der in einem Schreiben an
Manfred Straub „keine Chance“ sieht in diesem Fall. (Mehr darüber in der
WZ-Printausgabe)
Artikel vom: 25.08.2009
Neues Selbstmordattentat im Irak
überschattet Gedenkveranstaltungen der Yeziden in Deutschland
GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER
PRESSEMITTEILUNG
Hannover/Göttingen, den 14. August 2009
Jahrestag des verheerenden
Attentats von Sinjar mit 336 Toten (14.08.2007) Neues Selbstmordattentat im
Irak überschattet Gedenkveranstaltung der yezidischen Gemeinschaft in
Deutschland
Ein Selbstmordattentat in der
überwiegend von yezidischen Kurden bewohnten Stadt Sinjar im Nordwesten des
Irak überschattet eine für den kommenden Sonntag in Hannover geplante
Gedenkveranstaltung der in Niedersachsen lebenden Yeziden. Am Donnerstag
(13.8.2009) sprengten sich zwei Terroristen in einem gut besuchten Cafe im
Zentrum von Sinjar in die Luft. Mindestens 18 Menschen fanden den Tod, 32
wurden verletzt. Der Anschlag ereignete sich am Vortag des zweiten
Jahrestages eines verheerenden Attentats extremistischer Islamisten auf zwei
Siedlungen der Yeziden, bei dem am 14. August 2007 insgesamt 336 Menschen
getötet und rund 1000 Familien obdachlos wurden.
Zur Gedenkveranstaltung in
der niedersächsischen Landeshauptstadt, die von in Hannover lebenden Yeziden
organisiert wird, werden nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker
(GfbV) Hunderte von Yeziden aus ganz Niedersachsen erwartet. Bei dem
Anschlag am 14. August 2007 waren zwei yezidische Wohnsiedlungen total
zerstört worden. Islamistische Extremisten hatten mehrere LKW, darunter auch
einen als Wasserwagen getarnten Benzintankwagen, mit Sprengstoff beladen, in
die beiden Ortschaften gefahren und zeitgleich zur Explosion gebracht.
Die Gedenkveranstaltung am
Sonntag, den 16.08.2009, beginnt um 12.00 Uhr in Hannover, Schaufelder
Str.30 (Bürgerschule). Dort spricht der Vorsitzende der GfbV, Tilman Zülch.
In der Provinz Niniveh, in
der auch die Bergregion Sinjar liegt, gab es in jüngster Zeit mehrere
Anschläge auf Kurden (Muslime und Yeziden), Turkmenen, Shabak und
christliche Assyro-Chaldäer. Die GfbV warnt davor, dass der islamistische
und arabisch-nationalistische Terror in dieser multiethnischen und
multireligiösen Provinz einen neuen Bürgerkrieg anzetteln will. Die
irakische Zentralregierung in Bagdad instrumentalisiere den Terror, um
arabisch-irakische Truppen in die zwischen Kurden und Arabern umstrittenen
Gebiete zu verlegen, in denen eine Mehrheit den Anschluss an den Bundesstaat
Kurdistan befürwortet.
Diese Truppen seien oft von
Terroristen unterwandert, wie die Erfahrung aus Bagdad zeige. Deshalb seien
sie ein großes Risiko für Kurdistan.
Viele Offiziere der alten
irakischen Armee von Saddam Hussein seien wieder im Dienst. Das friedliche
Irakisch-Kurdistan sei ihnen als Anhänger des alten totalitären Regimes, das
für den Völkermord an den Kurden mit mindestens 500.000 Toten verantwortlich
war, ein Dorn im Auge.
Die GfbV fordert eine
Volksabstimmung über die Zugehörigkeit der Region Sinjar, dem
Hauptsiedlungsgebiet der Yeziden. Dort leben 550.000 Angehörige dieser
Glaubensgemeinschaft. Die überwiegende Mehrheit der Yeziden in Sinjar
befürwortet einen Anschluss an den nordirakischen Bundesstaat Kurdistan.
Denn diese Region ist befriedet. Die dortigen Sicherheitskräfte sind in der
Lage, die Bevölkerung vor terroristischen Angriffen zu schützen.
Die Yeziden bilden unter den
mehrheitlich muslimischen Kurden eine religiöse Minderheit. Sie sind eine
Jahrtausende alte nahöstliche Glaubensgemeinschaft und sprechen die
Kurmanci-Variante des Kurdischen.
Ihre Gesamtzahl wird nach
Angaben der GfbV auf rund 800.000 Angehörige im Nahen Osten und der
europäischen Diaspora geschätzt. Während es im Irak mehr als eine halbe
Million Yeziden gibt, sind in Armenien noch rund 18.000 Yeziden ansässig, in
Syrien etwa 5000 und in Georgien noch 1.200. Die rund 50.000 Yeziden in
Deutschland kamen meist als Religionsflüchtlinge aus der Türkei. Dort wird
ihre Zahl heute auf etwas mehr als 400 geschätzt.
Tilman Zülch ist unter Tel.
0151 153 09 888 erreichbar.
>>>>>>>>>>>>> Für
Menschenrechte. Weltweit. <<<<<<<<<<<<<<< Gesellschaft für bedrohte Völker /
Society for Threatened Peoples P.O. Box 20 24 - D-37010 Göttingen/Germany
Nahostreferat/ Middle East Desk Dr. Kamal Sido - Tel: +49 (0) 551 49906-18 -
Fax: +49 (0) 551 58028
E-Mail:
nahost@gfbv.de -
www.gfbv.de
Das ist eine Informationsquelle für alle,
die sich für die êzîdische Religion, ihrer Kultur und Geschichte
interessieren.
Lange Zeit hat man, als Außenstehender, die
Êzîden als Exoten und Verehrer des Bösen gehalten. Man glaubte,
dass sie ihre Religion deshalb unter Ausschluss der
Öffentlichkeit, also im Geheimen ausüben, weil ihre Praktiken in
den Augen anderer verachtenswert seien.
Nun, es existieren mehr als genug Quellen,
die eine beinahe unbegrenzte Zahl von Informationen anbieten,
welche das Gegenteil dieser Thesen behaupten.
Ich möchte an diese neue Sicht der Dinge
und der modernen Weiterentwicklung des Êzîdentums anknüpfen und
versuchen den Leser, mit fehlenden aber notwendigen
Informationen zu ermutigen, dass er sich ein neues Bild über die
Êzîden macht. Die Êzîden und deren Religionsgrundsätze befinden
sich in einem Umbruchsprozess, welchen es richtig zu stellen
gilt. Nur so können wir unseren Kindern vermitteln, wer Wir sind
und was Unsere spezielle Identität und Religionszugehörigkeit
von anderen unterscheidet und worin die Vor- bzw. Nachteile
unserer alten bestehenden Religion Êzîdentum ausmachen.
Also, ich glaube, jeder von euch findet
hier etwas zu lesen, was er/ sie sucht.
Ich wünsche euch allen viel Spaß dabei.
Übrigens! Ich übernehme für etwaige
Rechtschreibfehler keinerlei Gewähr, auch wenn diese von mir
stammen. Und ich entschuldige mich dafür auch nicht, weil sie
der Beweis dafür sind, dass ich ein Mensch bin und als Mensch
ist es mein Recht Fehler zu machen. Oder?
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